Cannabiskaffee befindet sich genau an der Schnittstelle zwischen Stimulation und Entspannung. Auf der einen Seite ist Kaffee dafür bekannt, dass er die Wachsamkeit und Konzentration fördert. Auf der anderen Seite wird Cannabis oft mit Ruhe, verlangsamtem Denken und körperlicher Entspannung in Verbindung gebracht. Beides zusammen mag widersprüchlich klingen, aber viele Menschen genießen die Mischung, und einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Wechselwirkung stärker sein könnte als erwartet.
Bevor wir uns mit dem Rezept befassen, sollten wir verstehen, warum diese Paarung immer noch umstritten ist.
Cannabis und Kaffee: Was sagt die Forschung?
Koffein und THC wirken beide auf das Dopaminsystem des Gehirns, das eine Rolle bei Stimmung, Motivation und Belohnung spielt. Einige Tierstudien deuten darauf hin, dass Koffein die Wirkung von THC eher verstärken als aufheben kann.
Eine häufig zitierte Tierstudie, die in der Fachzeitschrift Behavioural Pharmacology veröffentlicht wurde, ergab, dass Koffein die Wirkung niedriger THC-Dosen bei Totenkopfäffchen verstärkte, so dass die psychoaktive Wirkung schon bei geringen Mengen spürbar wurde. Dies lässt sich zwar nicht direkt auf den Menschen übertragen, deutet aber darauf hin, dass die Kombination wirksamer sein kann als Cannabis allein.
Andere Forscher mahnen zur Vorsicht. Medizinische Experten, die von Live Science befragt wurden, haben darauf hingewiesen, dass die Kombination von Koffein und THC bei manchen Menschen das Kurzzeitgedächtnis verschlechtern oder die Angst verstärken kann, insbesondere bei höheren Dosen. Da die Forschung am Menschen noch begrenzt ist, sind die Auswirkungen je nach Toleranz, Dosierung und individueller Empfindlichkeit sehr unterschiedlich.
Kurz gesagt, Cannabiskaffee ist nicht von Natur aus gut oder schlecht, aber er verdient Respekt.
Ist Cannabiskaffee eine gute Idee?
Für manche Menschen passt Cannabiskaffee gut in eine langsame Morgenroutine oder einen kreativen Nachmittag. Für andere kann er sich überstimulierend oder geistig benebelt anfühlen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Regel in der Dosis.
Esswaren und aufgegossene Getränke fühlen sich oft stärker an und halten länger an als das Rauchen oder Dampfen von Cannabis. Wenn der Mischung Koffein hinzugefügt wird, kann sich die Wirkung intensiver anfühlen oder schneller als erwartet eintreten. Deshalb ist es wichtig, mit kleinen Mengen anzufangen, vor allem, wenn Sie noch keine Erfahrung mit Aufgussgetränken haben.
Wenn Sie mit Cannabis-Esswaren vertraut sind und Ihre Toleranz kennen, kann Cannabiskaffee eine interessante Option sein.
Wie man mit Cannabis versetzten Kaffee zu Hause macht
Wichtiger Hinweis: Dieses Rezept verwendet eine geschätzte Menge an Cannabis. Esswaren können auf Menschen sehr unterschiedlich wirken, daher ist es ratsam, niedrig anzufangen und mit der Zeit anzupassen.
Inhaltsstoffe
- 3 Tassen Wasser
- Frisch gebrühter Kaffee (Ihre bevorzugte Röstung)
- 2 Esslöffel Butter oder Kokosnussöl
- ½ Gramm getrocknete Cannabisblüten
- Optional: Honig, Vanilleextrakt oder Zimt
Vorbereitung
- Mahlen Sie das Cannabis so fein wie möglich. Kleinere Stücke bieten mehr Oberfläche, was die Übertragung der Cannabinoide in das Fett fördert.
- Das Wasser in einem Topf leicht zum Kochen bringen.
- Fügen Sie die Butter oder das Kokosnussöl dem Wasser hinzu. Cannabinoide wie THC und CBD sind fettlöslich, daher ist dieser Schritt unerlässlich.
- Das gemahlene Cannabis in die Pfanne geben und die Hitze leicht reduzieren.
- Die Mischung etwa 40 Minuten lang köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Nicht zu stark kochen lassen.
- Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Seihtuch in ein sauberes Gefäß abseihen und dabei alle Pflanzenreste entfernen.
- Verwenden Sie diese aufgegossene Flüssigkeit als Basis für Ihren Kaffee.
- Den Kaffee kurz mixen, damit sich das Fett nicht oben absetzt.
- Nach Belieben süßen oder würzen.
Schlürfen Sie langsam und warten Sie ab, bevor Sie an mehr denken.
Abschließende Gedanken zum Cannabiskaffee
Cannabiskaffee vereint zwei weit verbreitete psychoaktive Substanzen in einem einzigen Getränk, und diese Kombination kann stärker wirken als erwartet. Erste Forschungsergebnisse deuten zwar darauf hin, dass Koffein die Wirkung von THC verstärken kann, aber die Studien am Menschen sind noch begrenzt und die Reaktionen sind individuell unterschiedlich.
Wenn Sie sich entscheiden, es zu versuchen, sind Mäßigung und Geduld wichtiger als alles andere. Eine kleine Menge kann einen langen Weg gehen.
